Helmut Meier
„Es war einmal ….“ – Wissenschaftliche
Substanzverluste der deutschen Einheit.
Das Institut für Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung an der Akademie für Gesellschaftswissenschaften beim ZK der SED
Beschönigende Darstellungen über Verlauf und Folgen der Eingliederung der ehemaligen DDR in die BRD, die die Behandlung dieses Themas in der Öffentlichkeit bedauerlicherweise bestimmen, erklären die Umgestaltung der Wissenschaftslandschaft im Osten Deutschlands als erfolgreiche Transformation. Zwar werden von einigen der Akteure Überspitzungen bedauert und diese und jene belanglose Fehlentscheidung eingestanden (Vgl. Stifterverband der deutschen Wissenschaft (Hg.) 2002), aber das erfolgt in der in dieser Gesellschaft üblichen Art und Weise, unliebsame Erscheinungen entweder als Ausnahmen oder als unvermeidliche Normalfälle herunterzuspielen. Denken wir nur an die Darstellung von Verlusten unter der Zivilbevölkerung bei Kriegshandlungen, die mit dem harmlosen Begriff der „Kollateralschäden“ bezeichnet werden. In der gleichen Art und Weise wird mit dem Sachverhalt umgegangen, dass diese angeblich gelungene Transformation des ostdeutschen Wissenschaftssystems Zehntausenden Akademikern der DDR die Verdrängung aus dem wissenschaftlichen Leben gebracht hat. Was nützt da das folgenlose Bedauern. Nahezu über Nacht fand sich der überwiegende Teil des akademischen Potentials der DDR in der Arbeitslosigkeit bzw. der Frühverrentung wieder. In ganz kurzer Zeit wurde das Hochschulwesen der DDR quasi in ein westdeutsches umgewandelt, in dem DDR-sozialisierte Mitarbeiter als verschwindende Minderzahl nur noch eine Randrolle spielten, und wenn sie denn an den Einrichtungen verblieben, kaum Leitungsfunktionen ausüben konnten. Und dass das mit voller Absicht geschah, dafür spricht nicht nur die von einem CSU-Abgeordneten in Wildbach-Kreuth zum Umgang mit ostdeutschen Intellektuellen getroffene ungeheuerliche Aussage: „Wir werden sie nicht in Lager sperren, das haben wir nicht nötig. Wir werden sie an den sozialen Rand drängen.“ (Weißbuch 2 1993: 7) Es gibt genügend Belege von Autoren, die sich etwas auf ihre Seriosität einbilden, die eine ähnliche Haltung erkennen lassen, wie etwa Michael Wolfsohn, der den Elitewechsel als eine „Mindestanforderung“ für die „Bewältigung“ der DDR-Vergangenheit und als einen Akt der politischen „Hygiene“ betrachtet (Michael Wolfsohn 1994 : 40, 42), oder Arnulf Baring, der DDR-Intellektuelle wegen angeblich „fehlender Fachkenntnisse“ für nicht weiter „verwendbar“ erklärte. (Arnulf Baring 1991 : 59) Besonders makaber war der Versuch, die Art und Weise des Umgangs mit der DDR-.Intelligenz mit Lehren zu entschuldigen, die man aus der nach 1945 in Westdeutschland unterbliebenen Auseinandersetzung mit den nazistisch belasteten Intellektuellen gezogen habe.
Man kann also durchaus generell sagen, dass die meisten westdeutschen Wissenschaftler bei diesem radikalen „Elitenaustausch“ tatkräftig mitgewirkt und sich einige ostdeutsche Kolleginnen und Kollegen dabei als willfährige Helfershelfer betätigt haben.
Nun ist ein solcher Vorgang bei einschneidenden gesellschaftlichen Veränderungen nicht ohne Beispiel, aber es sei doch immerhin daran erinnert, dass es sich hier eigentlich um eine friedliche und vertragsmäßig vereinbarte „Vereinigung“ zweier Staaten handelte und nicht um die Beendigung einer militärischen Operation gegen eine feindliche Macht.
Bislang war von Geschehnissen die Rede, die im staatlichen Forschungs- und Lehrbetrieb vor sich gingen. Sie sind von verschiedenen Autoren ausführlich untersucht und dargestellt worden (Vgl. Stefan Bollinger/Ulrich van der Heyden 2002). Angesichts dieser absichtsvollen Zerschlagung einer historisch gewachsenen Wissenschaftslandschaft konnte von vornherein nicht damit gerechnet werden, dass mit jenen Strukturelementen glimpflicher umgegangen werden würde, die Besonderheiten des Herrschaftssystems in der DDR verkörperten, als da waren die wissenschaftlichen und wissenschaftspolitischen Einrichtungen der SED, der Blockparteien, des FDGB und anderer Massenorganisationen.
In diesem Bereich gab es von Vornherein noch viel geringere Aussichten, dass sich ein Grundbestand dieser Kapazitäten erhalten lassen könnte. Aus diesem Personenkreis gelang es erst recht nur ganz wenigen, auf ihrem Fachgebiet wieder in irgendeiner wissenschaftlichen Einrichtung eine gesicherte oder wenigstens zeitweilige Beschäftigung zu finden. Um das Ausmaß der Verschleuderung wissenschaftlicher Kapazitäten dieses Sektors deutlich zu machen, soll an dieser Stelle auf wissenschaftliches Personal an der Akademie für Gesellschaftswissenschaften beim ZK der SED eingegangen werden, und zwar konkret auf das Institut für Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung.
Es dürfte wohl kaum einen Mitarbeiter in den Einrichtungen der SED gegeben haben, der der Illusion anhing, dass das sehr große Wissenschaftlerpotential, dass die herrschende Partei in der DDR unterhalten hatte, in vollem Umfange würde bestehen bleiben können. Vage Hoffnungen, einen begrenzten Personalbestand in die Form einer parteinahen Stiftung der PDS zu überführen, stießen zunächst einmal auf rechtliche Schwierigkeiten. Die etablierten politischen Kräfte in der BRD hatten keinerlei Interesse, rasch klare Regelungen zu schaffen, die Lösungswege eröffnet hätten, vielmehr wurden Entscheidungen verzögert, bzw. offen gehalten, was zu einem ständigem Hin und Her führte, in dessen Verlauf es zu einem unumkehrbaren Prozess der Selbstauflösung kam.
Die um einen gesicherten Status im politischen System der BRD ringende SED-PDS, bzw. PDS sah sich zudem ständigen massiven Anfeindungen gegenüber, die sie unfähig machten, sich mit perspektivischen Überlegungen in der Richtung zu befassen, dass auch für sie ein gewisses eigenes wissenschaftliches Potential vonnöten sein würde. Außerdem gab es in dem sich neu etablierenden Führungspotential dieser Partei eine deutlich erkennbare Wissenschaftsfeindlichkeit der Art, dass es notwendig sei, sich der dogmatischen „Altlasten“ in Gestalt des von der SED überkommenen wissenschaftlichen Personals zu entledigen. Gründliche Analysen waren damals ohnehin nicht gefragt, sondern eilfertige Stellungnahmen mit dem Charakter von Wohlverhaltensäußerungen gegenüber der öffentlichen Meinung dominierten.
So ergab sich für die Mitarbeiter der Akademie für Gesellschaftswissenschaften ebenfalls nur die Möglichkeit, sich bei wissenschaftlichen Institutionen zu bewerben , bzw. in Gestalt von Vereinen und Projektgruppen unentgeltlich ihren wissenschaftlichen Interessen nachzugehen und damit ihre wissenschaftliche Kompetenz zu erhalten. Das erstere erwies sich für WissenschaftlerInnen dieser Provenienz erst recht als aussichtslos. So erging es Prof. Dr. Jürgen Hofmann, der sich für das Projekt „Akten der preußischen Staatsministerien“ bewarb, wofür er durch seine Arbeiten über das Ministerium Camphausen-Hansemann bestens ausgewiesen war. Ihm wurde nicht einmal eine Absage zuteil. Bei der Angabe der bisherigen Arbeitsstelle war offenbar von vornherein Nichtberücksichtigung bzw. Ablehnung vorprogrammiert. So blieb nur der zweite Weg, den aber überwiegend nur die älteren Angehörigen der ehemaligen Parteiinstitute ernsthaft ins Auge fassen konnten, weil sie mit dem Status des Altersübergangsgeldes, bzw. der Altersrente immerhin über eine Existenzgrundsicherung verfügten. Für die jüngeren Mitarbeiter blieben nur die Aufnahme einer x-beliebigen Tätigkeit oder Arbeitslosigkeit übrig, was im Grunde genommen dazu führte, aus dem wissenschaftlichen Leben auszuscheiden und einer ausbildungsfremden Tätigkeit nachzugehen, um sich und ihre Familien über Wasser zu halten.
Um die ganze Brisanz der Problematik zu verdeutlichen, muss man sich vergegenwärtigen, dass hier von einem Personenkreis die Rede ist, auf den unterschiedslos alle pejorativen Kennzeichnungen zutrafen, die für Bürger der DDR in der „Wendezeit“ Anwendung fanden, auf die aber bei anderen Personengruppen abgestuft und wechselseitig zurückgegriffen wurde. Dort wurden vornehmlich „- mangelnde persönliche Integrität, - mangelnde fachliche Eignung und – Personalstrukturveränderungen“ (Roland Bloch/Peer Pasternack 2004 : 34) in Anwendung gebracht, um Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Hochschulbereich zu entfernen. Bei dem hier ins Auge gefassten Personenkreis kamen gewichtige Anschuldigungen hinzu. Unbestreitbar war bei ihnen nun einmal ihre eindeutige „Systemnähe“ und die Übereinstimmung mit den Grundlinien der Politik der führenden Partei, als deren Vertreter im Wissenschaftsbereich sie figurierten. Damit waren sie nach dem vorherrschenden „Feindbild“ von vornherein so etwas wie „Täter“. Das ging mit dem pauschalen Vorwurf einher, ihre wissenschaftliche Qualifikation und Fachkompetenz und ihre Stellungen lediglich politischem Wohlverhaltens zu verdanken Außer acht darf man auch nicht lassen, dass die Mitarbeiter dieser Einrichtungen auf Solidarität aus den Hochschulen und staatlichen Institutionen nicht rechnen konnten. Es gab das uneingestandene Vorurteil, dass sie mit dem Untergang der DDR sowieso ihr Existenzrecht verloren hatten. Hier wirkten Animositäten nach, die gegenüber den Parteieinrichtungen der SED in der DDR vorhanden waren, nachdem sie mit der letzten Hochschulreform überwiegend zu Leiteinrichtungen und Sitzen der wissenschaftlichen Räte erhoben worden waren. In dieser Funktion hatten sie gegenüber den staatlichen und anderen gesellschaftlichen Forschungs- und Lehreinrichtungen Anleitungs- und Weisungsbefugnisse. In diesem Zusammenhang oblag ihnen die Aufgabe, die Politik der SED gegenüber den .anderen Wissenschaftseinrichtungen zu vertreten und durchzusetzen. Das wurde an Universitäten und Akademien häufig nicht unbegründet als Gängelei empfunden. Da nützte es auch nichts, dass es z.B. das hier zu behandelnde Institut für Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung an der Akademie für Gesellschaftswissenschaften aus sachlich-fachlichen Gründen abgelehnt hatte, sich zum Sitz des Rates für Geschichtswissenschaft erheben zu lassen. Bekanntlich fiel diese Funktion dann dem Institut für Marxismus-Leninismus zu.
So darf es nicht verwundern, wenn von der Selbstauflösung der Akademie für Gesellschaftswissenchaften, des Instituts für Marxismus-Leninismus, der Parteihochschule „Karl Marx“ und des Instituts für Wirtschaftsführung in der Öffentlichkeit kaum Kenntnis genommen wurde, geschweige dass sie mit Bedauern registriert wurde. Selbst in der der vom Berliner SPD-PDS-Senat on Auftrag gegebenen Studie über die „Ost-Berliner Wissenschaft im vereinigten Berlin“, die der Frage nachgehen sollte, wie die wissenschaftliche DDR-Hinterlassenschaft in die Berliner Wissenschaftslandschaft eingegliedert wurde, kommen diese Institutionen nicht vor, obwohl sie alle im Ost-Berlin beheimatet waren (Vgl. Roland Bloch/Peer Pasternack 2004). Dagegen ist bekannt, dass die zeitweilige Aufnahme von Vertretern dieser Einrichtungen in sich neu gründende Gremien in der Öffentlichkeit sofort dafür genutzt wurde, um diese dem Verdacht auszusetzen, „SED-Seilschaften“ Unterschlupf zu bieten, was mit der massiven Drohung verbunden wurde, ihnen öffentliche Mittel oder einen normalen Rechtsstatus zu verweigern, wie die Kampagne um den Luisenstädtischen Verein in Berlin anschaulich zeigt. Das in diesem Falle bösartig gebrauchte Wort von den „Seilschaften“ war überhaupt einer der Giftpfeile im Köcher antikommunistischer Kampagnen, mit dessen Hilfe Versuche zunichte gemacht oder wenigstens erschwert werden sollten, in irgendeiner Form wissenschaftliche Kapazitäten aus dem Bereich der ehemaligen Parteieinrichtungen für die Zukunft zu erhalten. Die Pflege von „Feindbildern“ aus den Schützengräben des Kalten Krieges feierte ohnehin fröhliche Urständ.
Das alles hatte zur Folge, dass nur die beharrlichsten und gestandensten Vertreter dieses Wissenschaftlerpersonals sich einen gewissen Freiraum zu erobern vermochten, der ihnen gestattete, in bescheidenem Umfang wissenschaftliche Forschung weiter zu betreiben. Das geschah weitgehend um den Preis der Aufgabe einer erwerbsmäßigen Tätigkeit, also als unbezahlte ehrenamtliche Arbeit, ja teilweise unter Einsatz eigener finanzieller Mitteil. Die vergiftete Atmosphäre beständiger Anfeindungen und Ausgrenzungen, an der sich die etablierte Wissenschaft eilfertig beteiligte, sorgte dabei für beständige Erschwernisse.
Dabei waren sich gerade die
politisch überzeugtesten Vertreter in diesem Personenkreis von Beginn an darüber
im Klaren, dass eine Grundbedingung weiterer wissenschaftlicher Betätigung in
einer eingehenden selbstkritischen Hinterfragung bisher vertretener Standpunkte
bestehen musste. Dieser Aufgabe haben sich diese Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler mit aller Ernsthaftigkeit gestellt, und sie selbstverständlich auf
unterschiedliche Weise bewältigt. Sie haben sich dazu durchgerungen, sich von
überholten Positionen zu trennen, Irrtümer, Fehleinschätzungen und Defizite der
eigenen Arbeit offen einzuräumen und sich entschlossen neuen Fragen zuzuwenden.
Dafür gibt es zahlreiche schriftliche Zeugnisse. Was Mitarbeiter des ehemaligen
Instituts für Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung an der Akademie für
Gesellschaftswissenschaften beim ZK der SED angeht, so liegen entsprechende
Publikationen von Rolf Richter (Vgl. Rolf Richter 1989; 1990; 1995), Helmut
Meier (Vgl. Helmut Meier 1998), Jürgen Hofmann (Vgl. Jürgen Hofmann/Annette
Neumann(Hg.) 2003), Gerhard Lozek (Vgl. Gerhard Lozek (Hg.) 1998 ; 2001)), Alfred
Loesdau (Vgl. Alfred Loesdau 1999) , Horst Helas und Elke Reuter (Vgl. Elke Reuter/Wladislaw
Hedeler/Horst Helas/Klaus Kinner 2003) vor.
Beispielhaft sei hier Gerhard
Lozek zitiert. Er hat „in erster Linie: a) die simplifizierte und dogmatisierte
Geschichts- und Gesellschaftsauffassung von den fortschreitenden
sozial-ökonomischen Formationen; b) die darauf beruhende Fehleinschätzung der
Epochencharakters nach 1917; c) die schematisierten Auffassungen von den
Gesetzmäßigkeiten des Geschichtsprozesses sowie von der Parteilichkeit der
Geschichtserkenntnis; d) den Anspruch eines weltanschaulichen und
wissenschaftlichen Wahrheitsmonopols; e) alles, was mit der Auffassung von der
historischen Rolle der proletarischen Avantgardepartei ‚neuen Typus’
zusammenhing oder sich daraus ergab“ als die „gravierendsten Defizite(n) ,
Fehler(n) und Hemmnisse(n)“ der Geschichtswissenschaft der DDR bezeichnet.
„Weiter kommen hinzu: ein vereinfachtes Fortschrittsdenken, die Tabuisierung
solcher Probleme wie historische
Alternativen und Offenheit der Geschichte, Pluralität und Weltoffenheit,
das Individuum als historisches Subjekt.“ (Gerhard Lozek 2001 : 21) Alle Bemühungen in dieser Art wurden
und werden in der Öffentlichkeit nicht
nur fast einhellig ignoriert, sie werden geradezu in Abrede gestellt. Die
sachliche Stellungnahme dazu, die der an der der walisischen Universität
Glamorgan wirkende Stefan Berger getroffen hat, ist geradezu eine Ausnahme
(Vgl. Stefan Berger 2002 : 1023 f.).
Wer die Mühe nicht scheut, die Arbeitsweise und die Ergebnissen der an der Akademie für Gesellschaftswissenschaften wirkenden Wissenschaftler zu untersuchen, der wird nicht umhin kommen festzustellen, dass hier auch zu Zeiten der DDR in hohem Maße solide Forschung betrieben worden ist. Natürlich handelte es sich bei dieser und den anderen Einrichtungen um wissenschaftspolitische Kommandohöhen, die von der SED dafür geschaffen wurden, um die wissenschaftliche Landschaft im Lande in ihrem Sinne zu beeinflussen und gewissermaßen über Herrschaftswissen zu verfügen. Das hat die in diesen Institutionen wirkenden Wissenschaftler gewissen Zwängen unterworfen, denen sie sich auch nicht glaubten entziehen zu dürfen. Schließlich handelte es sich in diesem Bereich um Wissenschaftler, die überwiegend aus Überzeugung der Partei angehörten und entsprechend ihre geistigen Kräfte dafür einsetzten, die sozialistische Entwicklung in der DDR zum Erfolg zu führen. Daraus ergab sich nicht selten eine Gratwanderung, in der Kompromisse eingegangen wurden, die dazu führten, dass Ergebnisse nicht in ihrer vollen Brisanz ausformuliert wurden. Jedoch galt auch in diesem Bereich, dass wissenschaftliche Durchdringung der Realität Eigendynamik entfaltet. Es entstehen Zwänge, sich Tatsachen zu stellen, auch wenn sie mit vorgegebenen Orientierungen und Erwartungen nicht übereinstimmen. Wer also die zahlreichen Studien und Expertisen aus den Instituten der Gewi-Akademie analysiert, wird unschwer feststellen, dass in ihnen zahlreiche Probleme und Konflikte offengelegt wurden, die Ursachen für das Scheitern des Sozialismus waren. Man wird aber auch das Bestreben erkennen, durch Vorschläge diese erkannten Probleme und Konflikte zu beheben. Dass das Bemühen der Forscher häufig auf keine Gegenliebe bei den Auftraggebern aus der Partei- und Staatsführung stieß, steht auf einem anderen Blatt. Es sei gern zugegeben, dass Einwände gegen die vorherrschende Politik und auf Reformen zielende Vorschläge ungenügend nachdrücklich vertreten wurden. Diese Erfahrung ist gewiss eine gewichtige Ursache dafür, dass in den Krisensituation des Herbstes 1989 die Mehrheit der Mitarbeiter der Partei-Akademie nicht mehr bereit war, sich für die erstarrte Politik der damaligen Führung zu engagieren. Ihre resignative Haltung war Folge der tiefen Enttäuschung darüber, dass sinnvolle Überlegungen und Vorschläge keinen Widerhall fanden. Das hat die Erkenntnis wachsen lassen, dass die lange mitgetragene Parole von der Einheit von Wissenschaft und Politik im Sozialismus ein Fehler war, der zur Unterordnung der Wissenschaft unter die herrschende Politik geführt hat, was sich sowohl für die Wissenschaft als auch für die Politik letztlich schädlich ausgewirkt hat.
Übrigen war die Sachkompetenz der Wissenschaftler dieser Einrichtung auch außerhalb der DDR bekannt, wurden doch Wissenschaftler der Akademie nicht gerade selten zu Konferenzen.und Debatten eingeladen. Keineswegs war ihnen dabei jene Rolle zugedacht, die sie nach dem Ende der DDR häufig spielen mussten, nämlich Zielscheibe antikommunistischer Verunglimpfungen zu sein. Vielmehr wurden sie als begehrte Diskussionspartner und Sachkenner auf ihren Gebieten respektiert. Es sei wahllos nur auf wenige exemplarische Beispiele hingewiesen. Das gewichtigste ist sicherlich die gemeinsame Ausarbeitung des Papiers „Der Streit der Ideologien“ durch Vertreter der Grundwertekommission der SPD und Mitarbeiter der Akademie für Gesellschaftswissenschaften 1987 (Vgl. Harald Neubert 1994; Erich Hahn 2003). 1986 weilte Alfred Loesdau zu einer DDR-Forschertagung in Conway/USA, sein Vortrag fand Aufnahme in die „Studies in GDR-Culture and Society“, die in New York erschienen. Übrigens war mit Lothar Bisky ein weiterer Angehöriger der Gewi-Akademie zu dieser Tagung geladen. Im Mai 1989 führte eine Einladung aus Großbritannien Helmut Meier aus dem Geschichtsinstitut und Gudrun Langendorf aus dem Ökonomieinstitut zu einer Konferenz nach Nottingham, die dort aus Anlass des 40-jährigen Bestehens der DDR organisiert worden war. Die Universität Oldenburg trat anlässlich ihrer Ossietzky-Tage 1987 an den Rektor der Akademie für Gesellschaftswissenschaften Prof. Dr. Otto Reinhold mit der Bitte heran, Vertreter zu entsenden, die zu den Themen „Zukunft der Arbeit“ und „Nationale Traditionspflege als Zukunftsorientierung“ sprechen sollten. Der Soziologe Frank Adler und der Historiker Helmut Meier haben diese Einladung wahrgenommen (Vgl. Friedrich W. Busch 1988: 159 ff.). Die Beispiele ließen sich durchaus vermehren. Sie alle besagen, dass die Einlader aus der Bundesrepublik oder anderen westlichen Ländern für die Diskussion bestimmter wissenschaftlicher Problem auf die Teilnahme von Wissenschaftlern der Akademie für Gesellschaftswissenschaften durchaus Wert legten, weil sie von ihnen interessante Beiträge erwarteten.
Insofern kann man das Buch von Lothar Mertens über die Akademie nicht als eine sachgerechte Darstellung von Tätigkeit, Leistung und Funktion dieser Einrichtung ansehen (Vgl. Lothar Mertens 2004). Es stellt vielmehr einen Verriss dar, einen der vielen Versuche, die DDR als wissenschaftliche Einöde darzustellen, deren wissenschaftliche Institutionen keinerlei wissenschaftliche Leistungen erbrachten und die daher zu Recht dem Untergang geweiht wurden (Vgl. Eberhard Fromm).
Richten wir den Blick auf das Institut für Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung an der Akademie für Gesellschaftswissenschaften, um einfach nur aufzuzählen, was da an wissenschaftlichem Potential seit seiner Auflösung am 31.Januar 1991 entweder verloren ging oder nur in stark reduzierter Form fortgeführt werden konnte.
Das Stammpersonal des Instituts umfasste zum Zeitpunkt seiner Auflösung acht ordentliche Professoren, drei berufene Dozenten, sechs promovierte Oberassistenten, vier promovierte und zwei nichtpromovierte Wissenschaftliche Mitarbeiter sowie drei Wissenschaftliche Assistenten, davon einer promoviert. Das ergibt einen akademisch hoch qualifizierten Besatz. Hinzukommen noch befristete Institutsangehörige. Darunter waren sechs B-Promotions-Aspiranten, die auf die Hochschullehrerlaufbahn vorbereitet werden sollten, und 19 deutsche und zwei sowjetische A-Promotions-Aspiranten. Dieser Mitarbeiterbestand verteilte sich auf fünf Forschungsbereiche. Diese bildeten die jeweiligen Arbeitskollektive, durch die spezielle Forschungsgebiete bearbeitet wurden.
Der Forschungsbereich Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung von 1917 – 45 hatte sich zum einen auf die Geschichte der sozial- und wirtschaftspolitischen Tätigkeit der KPD in der Weimarer Republik spezialisiert, untersuchte also einen Fragenkomplex, der in der DDR-Geschichtsforschung bislang weitgehend unbearbeitet geblieben war. Ein konkretes Resultat dieser Untersuchungen war z.B. die Aufarbeitung der konzeptionellen und praktischen Bemühungen der Kommunisten zur Lösung der Wohnungsfrage. Der andere Schwerpunkt der Forschung waren antifaschistischer Widerstand und Probleme des Antifaschismus in der DDR.
Unter der Sammelüberschrift „Sozialistische Nation und Geschichtsbewusstsein“ waren Forschungen vereinigt, die für die DDR z. T. einmalig waren. Das galt vor allen für die seit 1967 betriebenen Untersuchungen zur Entwicklung des Geschichtsbewusstseins in der Bevölkerung der DDR, in deren Verlauf eine Reihe umfangreicher soziologischer Befragungen unternommen wurden, die interessante Ergebnisse erbrachten. Daran waren Analysen der in der DDR betriebenen Geschichtspropaganda angelagert (Vgl. Marco Demantowski 2005).
Der andere Forschungsschwerpunkt des Bereichs waren Untersuchungen zum nationalen Status der DDR, die darauf zielten, verkürzte politische Thesen von der Herausbildung einer sozialistischen Nation in der DDR einer eingehenderen Untersuchung zu unterziehen. Da diese Forschungen erst 1987/88 aufgenommen wurden, kamen umfangreiche Ergebnisse nicht mehr zustande. Hinsichtlich der Entwicklung der vertragsmäßigen Beziehungen zwischen DDR und BRD dagegen konnten bereits konkrete Forschungsergebnisse vorgelegt werden.
Einem der ältesten Forschungsgegenstände des Instituts war der Forschungsbereich Geschichte der Wirtschaftspolitik der SED gewidmet. Besondere Aufmerksamkeit galt dabei der Konzeption und praktischen Tätigkeit der Partei in den 40er und 50er Jahren sowie seit den 70er Jahren. In jüngerer Zeit bildeten auch die Wirtschaftsbeziehungen zwischen DDR und UdSSR einen Forschungsgegenstand..
Eine vierte Forschungseinheit befasste sich über viele Jahre mit der Entwicklung der Bündnispolitik der SED in der Geschichte der DDR, wobei besonders das Verhältnis zu den Genossenschaftsbauern, den Handwerkern und der Intelligenz im Blickpunkt stand. Einen wichtigen Bestandteil bildeten Forschungen zu den Staat-Kirche-Beziehungen und zum Umgang mit den Gläubigen.
Ein sicherlich unverlierbarer Wert dieser Untersuchungen zur Politik der SED ist in der Verwendung ungedruckter Materialien aus den Betrieben, Kreisen und Bezirken zu sehen, die durch unmittelbare Nachforschungen an der Basis gewonnen wurden. Insofern stecken in den dabei entstandenen Arbeit viel Insiderwissen und internes Material, durch die Archivalien und öffentliche Verlautbarungen sinnvoll ergänzt werden können.
Auf die 60er Jahre geht die Bildung des Forschungsbereiches „Bürgerliche Historiographie und geschichtsideologische Auseinandersetzung“ zurück, der sich zunächst der Historiographie der BRD widmete, im Laufe seines Bestehens aber auch die Geschichte der Geschichtsschreibung in den USA, in Großbritannien und Italien erforschte. Im Mittelpunkt stand dabei die Auseinandersetzung mit den politischen und theoretischen Konzepten der nichtmarxistischen Geschichtswissenschaft (u. a. der Totalitarismus-Doktrin) aber in zunehmendem Maße auch die Aufarbeitung der dabei erwachsenen Erkenntnisse, wie das in den 80er Jahren entstandene Werk „Geschichtsschreibung im 20. Jahrhundert –Neuzeithistoriographie und Geschichtsdenken im westlichen Europa und den USA“ beweist, dass allerdings erst 1998 erscheinen konnte. Darüber hinaus waren ausgewählte theoretische Probleme der Geschichtswissenschaft Gegenstand der Forschung.
Nach der Auflösung der Akademie für Gesellschaftswissenschaften standen die nunmehr stellungslosen Historiker aus dem Geschichtsinstitut vor der Frage, ihre und ihrer Familie Existenz zu sichern. Wie schon gesagt, ergab sich für die ältesten Mitarbeiter die Möglichkeit, als Renten- oder Altersübergangsgeldempfänger über eine Grundsicherung zu verfügen. Das war der Personenkreis, der ohne unmittelbare Existenzsorgen die Fortführung wissenschaftlicher Arbeit ins Auge fassen konnte. Aus dem Personalbestand des Instituts für Geschichte der Arbeiterbewegung betraf das fünf der acht Professoren, In zeitweiligen Beschäftigungsverhältnissen, die mit häufigen Wechseln und Unterbrechungen verbunden waren, konnten zwei Professoren, sowie zwei wissenschaftliche Oberassistenten und die eine Wissenschaftliche Mitarbeiterin unterkommen. Es muß nicht besonders betont werden, dass es sich dabei um überwiegend „prekäre“ Beschäftigungsverhältnisse handelte, um einen modischen Begriff zu gebrauchen. Sie waren nicht sonderlich gut dotiert. Einer der Dozenten konnte in einem von ihm mitbegründeten Institut eine einigermaßen gesicherte Position erwerben. Von den jüngeren Mitarbeitern haben die meisten nur in berufsfremden Beschäftigungen ein Unterkommen finden können, d.. h. sie mussten den Weg in eine unsichere Selbständigkeit wagen, oder sich auf eine Tätigkeit in der Altenpflege, bzw. als Vertreter im Versicherungs- oder Dienstleistungsgewerbe einlassen. Sie waren gezwungen ihre wissenschaftlichen Ambitionen aufzugeben. Das ist angesichts der nachgewiesenen wissenschaftlichen Befähigung besonders bedauerlich, aber stellt leider den Regelfall dar.
Unter diesen Auspizien ist es immerhin bemerkenswert, was in den Jahren seit 1990 von ehemaligen Institutsangehörigen dennoch auf wissenschaftlichem Gebiet geleistet wurde. Betrachtet man diese Ergebnissen , dann drängt sich schon die Frage auf, was hätte geleistet werden können, wenn dieses Potential nicht so bedenkenlos dezimiert und in die sog. „zweite Wissenschaftskultur“ abgedrängt worden wäre. Mitwirkung an institutionellen Vorhaben bzw. Kooperation mit etablierten Wissenschaftseinrichtungen hätten ohne Frage eine Bereicherung des wissenschaftlichen Ertrages bedeuten können. All das wurde verschenkt, weil der dafür erforderliche politische Wille nicht aufgebracht wurde.
Aber wenden wir uns den Fakten zu.
Angehörige des ehemaligen Instituts für Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung an der Akademie für Gesellschaftswissenschaften haben seit 1990 vielfältige wissenschaftliche Aktivitäten entfaltet. Auf die Verbreitung wissenschaftlicher Kenntnisse und die politische Bildungsarbeit soll nur summarisch hingewiesen werden. Ebenso kann die Beteiligung an öffentlichen Diskussionen und wissenschaftlichen Tagungen nur genannt werden. Aussagekräftiger ist die Arbeit, deren Ergebnisse in publizierter Form vorliegen. Und dass hat einen respektablen Umfang.
Die Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung in der Zeit zwischen 1918 und 1945 fanden nach Auflösung des Instituts in Arbeiten eine Fortsetzung, die Elke Reuter seither publiziert hat (Vgl. Elke Reuter/Klaus Kinner ; Elke Reuter/Wladislaw Hedeler/Horst Helas/Klaus Kinner 2003; Günther Fuchs/ Erwin Lewin/Elke Reuter/Stefan Weber ). Die Auseinandersetzung mit dem Antifaschismus in der KPD, der SED und in der DDR, die bereits in den 80er Jahren aufgenommen worden war, hat eine Ausweitung hinsichtlich seiner Bedeutung für die Gegenwart, vor allem für den Kampf gegen Rechtsextremismus und Neonazismus erfahren, worum sich besondern Rolf Richter und Horst Helas verdient gemacht haben. Davon kann man sich anhand der Bibliographien der Genannten, die anlässlich runder Geburtstage zusammengestellt und veröffentlicht wurden, ein Bild machen (Vgl. Horst Helas/Reiner Zilkenat 2005; Reiner Zilkenat 2007) Rolf Richter war in den 90er Jahren mit mehreren Projekten befasst, die sich der Befähigung von Jugendlichen zur Abwehr und Überwindung rechtsextremer Auffassungen und Aktivitäten widmeten. Horst Helas hat durch seine Forschungen über das Berliner Scheunenviertel wichtige Erkenntnisse über das jüdische Leben in Berlin und die rassistischen Untaten des Naziregimes gegen die Berliner Juden gesammelt.
Unter Nutzung der bei den empirischen Untersuchungen über das Geschichtsbewusstsein in der DDR gesammelten methodischen und theoretischen Erfahrungen hat sich im Gesellschaftswissenschaftlichen Forum eine Projektgruppe unter Leitung von Jürgen Hofmann und unter Mitwirkung von Helmut Meier zusammengefunden, die über einige Jahre Untersuchungen zum Problem der Identität der Ostdeutschen betrieb. Diese Forschungen nutzten das Mittel der Briefbefragung auf der Grundlage von durch das Brandenburger Ministerium des Innern zur Verfügung gestellten Adressen. Zwar konnte damit eine statistische Repräsentativität nicht gesichert werden, dennoch war die Aussagefähigkeit der erhobenen Daten außerordentlich treffend, wie Vergleiche mit Untersuchungen aus den etablierten wissenschaftlichen Einrichtungen ergaben. Die Resultate dieser Forschungen wurden in öffentlichen wissenschaftlichen Veranstaltungen zur Diskussion gestellt und publiziert (Vgl. Detlef Eckert/Jürgen Hofmann/Helmut Meier 1992; Jürgen Hofmann/Erhard Weckesser/Rüdiger Beetz 1994 und Helmut Meier/Erhard Weckesser 1996). In Form einer Kurzstudie leistete die Projektgruppe einen Beitrag zu den von der „Kommission zur Erforschung des sozialen und politischen Wandels in den neuen Bundesländern“ (KSPW) betriebenen Forschungen (Projektgruppe „Identitätswandel“ 1992).
Aus dem Potential des Forschungsbereiches Historiographie ist auf die unter Federführung Gerhard Lozeks entstandene Monographie über die nichtmarxistische westliche Geschichtsschreibung hinzuweisen, deren Besonderheit darin besteht, dass sie bereits Bestandteil der Forschungs- und Publikationsplanung in der DDR war. Da ihre Drucklegung genau in die sogenannte „Wendezeit“ fiel, sah es zunächst so aus, als wenn sie das Schicksal vieler anderer Projekte erleiden würde, die nicht mehr das Licht der Welt erblickten. Der Hartnäckigkeit Gerhard Lozeks und der Risiko-Bereitschaft des Fides-Verlages ist es zu danken, dass dieses Buch dennoch erscheinen konnte (Vgl. Gerhard Lozek (Hg.) 1998). Es fand in der Fachwelt eine anerkennende Aufnahme (Vgl. Gerhard Lozek 2001: 26f.) Alfred Loesdau, der an dem genannten Projekt ebenfalls beteiligt war, hat seine Studien zur US-amerikanischen Geschichts- und Politikwissenschaft fortgeführt. (Vgl. Alfred Loesdau 1999; 2001 und 2008).
Aus der Übersicht geht hervor, dass die Forschungen zu den Politikfeldern der SED keine Fortsetzung fanden. Das hat in erster Linie personelle Gründe. Dazu gehören die Todesfälle von Rolf Leonhard und Helga Kanzig, aber vor allem die Tatsache, dass die auf diesen Gebieten arbeitenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler keine Möglichkeit mehr fanden, wissenschaftlich weiter zu arbeiten, weil sie genötigt waren, ausbildungsfremde Tätigkeiten aufzunehmen, um ihre Familien materiell abzusichern. Eine Ausnahme bildet die Fortsetzung von Forschungen über die Beziehungen von Staat und Kirche und die Kirchenpolitik der SED, die durch Joachim Heise erreicht werden konnte. Sie erfolgt im Rahmen des von Horst Dähn gegründeten und geleiteten Instituts für vergleichende Staat-Kirche-Forschung in Berlin (Vgl. Joachim Heise 1999).
Es bleibt nun noch, darauf hinzuweisen, dass einige Mitarbeiter des ehemaligen Geschichtsinstituts der Gewi-Akademie sich auch noch auf anderen, teilweise neuen Forschungsfeldern betätigt haben. Alfred Loesdau hat sich in den letzten Jahren intensiv forscherisch mit der Geschichte der Berliner Kleingartenbewegung auseinandergesetzt. Daraus ist ein interessantes Buch erwachsen, in dem unter seiner Leitung ein Kollektiv von Sachkennern geschichtliche und aktuelle Fragen der Kleingartenbewegung in ihrer Bedeutung für die Stadtentwicklung in Berlin untersucht haben (Kleine Gärten 2007).
Helmut Meier hat sich aus aktueller Sicht mit der in der DDR stattgefundenen Erbe- und Traditionsdiskussion befasst und ist dabei auch ihren praktischen Auswirkungen nachgegangen (Vgl. Helmut Meier 1996 und 1999) Desweiteren hat er der Geschichte des Kulturbundes der DDR Studien gewidmet (Vgl. Helmut Meier 2000). Zudem betrieb er weitere Forschungen zu Leben und Wirkung von Constantin Frantz (Vgl. Helmut Meier 2007/I und 2007/II).
Rolf Richter hat sich im Rahmen einer zeitlich begrenzten Tätigkeit am Institut für vergleichende Staat-Kirche-Forschung mit der russisch-orthodoxen Kirche in Berlin beschäftigt. (Vgl. Rolf Richter 1999).
Jürgen Hofmann war als einer der Sprecher der Historischen Kommission beim Parteivorstand der PDS, bzw. der Partei Die Linke mit der Notwendigkeit konfrontiert, zu unterschiedlichen historischen Ereignissen und Fragestellungen Stellungnahmen zu erarbeiten. Darüber hinaus hat er sich mit aktuellen Problemen der Geschichte der Arbeiterbewegung und der DDR auseinandergesetzt und dazu publiziert (Vgl. Jürgen Hofmann 2006 ; 2007; Jürgen Hofmann/Michael Schneider (Hg,) 2007)
Die in diesem Beitrag praktizierte Beschränkung auf die f e s t angestellten Beschäftigten des Instituts für Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung an der Akademie für Gesellschaftswissenschaften zum Zeitpunkt seiner Auflösung bedeutet zugleich, auf die Darstellung der Aktivitäten und Leistungen der befristeten Instituts-Angehörigen zu verzichten. Außerdem muss betont werden, dass die hier unterbreiteten Tatsachen keine lückenlose Auflistung aller Publikationen des behandelten Personenkreises darstellen.. Die hier angeführten Arbeitsergebnisse haben exemplarischen Charakter. Sie sollen nur deutlich machen, um was für einen potenten Personenkreis es sich hier handelt, der mit der Einstellung der Tätigkeit des Instituts von einem Tag auf den anderen auf der Straße stand und sich neu orientieren musste. Es hätte sich im gesamtdeutschen Interesse nutzbringender verwenden lassen, wenn dafür der erforderliche politische Wille vorhanden gewesen wäre. Nunmehr lassen sich außer den irreparablen Verlusten nur die trotz alledem vollbrachten Aktivitäten und Ergebnisse registrieren. Im Angesicht dieser Tatsachen kann man das von den seinerzeitigen Akteuren der Abwicklung später geäußerte Bedauern und das Eingeständnis von offensichtlichen Fehlern nur als peinlich empfinden; denn das geschah zu einem Zeitpunkt, zu dem alle Messen gesungen waren. Es ist relativ gleichgültig, ob das Bedauern ehrlich oder taktisch gemeint ist, an der herbeigeführten Sachlage lässt sich nichts mehr ändern.
So bleibt nur die Konstatierung des Ist-Standes, der allerdings auch ausweist, dass die beabsichtigte Totalverdrängung der Wissenschaftler aus der ehemaligen DDR doch nicht ganz gelungen ist.. Dazu gehören auch die aus dem Institut für Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung an der Akademie für Gesellschaftswissenschaften stammenden Kräfte, die unverdrosssen auf ihren Gebieten weiter geforscht und Ergebnisse vorgelegt haben. Das zu zeigen, ist Anliegen dieser Studie.
Zum Schluss sei nur auf ein Paradoxon hingewiesen, das darin besteht, dass die ungewollten und ungeliebten Stimmen der Wissenschaftler aus dem Osten mittlerweile für Ausländer als integrierender Bestandteil des wissenschaftlichen Lebens im heutigen Deutschland und sogar als ein Ausweis für den Pluralismus der Meinungen in diesem Lande gewertet werden. Das stimmt insofern, als diese Auffassungen nun einmal vorhanden sind und geduldet werden. Jedoch darf man nicht vergessen, dass sie im Inland weiter verfemt und immer noch weitgehend ignoriert werden. Ein sachlicher Diskurs erfolgt in der Regel nicht. Aus diesem Blickwinkel betrachtet, könnte man in dieser Erscheinung schon ein Beispiel für die „List der Geschichte“ im hegelschen Sinne sehen.
Literatur:
Arnulf Baring 1991: Deutschland, was nun? Ein Gespräch mit Dirk Rumberg und Wolf Jobst Siedler. Berlin 1991
Manfred Behrend/Helmut Meier 1991: Der schwere Weg der Erneuerung. Von der SED zur PDS. Eine Dokumentation. Zusammengestellt und herausgegeben von Manfred Behrend und Helmut Meier, Berlin 1991
Stefan Berger 2002: Was bleibt von der Geschichtswissenschaft der
DDR ? – Blick auf eine alternative historische Kultur im Osten Deutschlands. In:
ZfG, 50 Jg. , Heft 11, 2002
Roland Bloch / Peer Paternack 2004: Die Ost-Berliner Wissenschaft im vereinigten Berlin. – Eine Transformationsfolgenanalyse. In: HoF Wittenberg – Institut für Hochschulforschung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Arbeitsberichte 2’04
Stefan Bollinger/Ulrich van der Heyden 2002: Deutsche Einheit und Elitewechsel in Ostdeutschland. In: Gesellschaft-Geschichte-Gegenwart, Schriftenreihe des Gesellschaftswissenschaftlichen Forums e.V., Hg. v. Helmut Meier und Karin Kulow, Bd. 24, Berlin 2002
Friedrich W. Busch 1988. Perspektiven gesellschaftlicher Entwicklung in beiden deutschen Staaten. – Materialien eines Symposions aus Anlaß der Ossietzky-Tage 1987 an der Universität Oldenburg. Hg. v. Friedrich W. Busch. In: Schriftenreihe der Universität.Oldenburg, Oldenburg 1988
Marko Demantowsky 2005. Der Beginn demoskopischer Geschichtsbewußtseins-Forschung in Deutschland. Die Forschungsgruppe „Sozialistisches Geschichtsbewusstsein“ am Institut für Gesellschaftswissenschaften beim ZK der SED. In: Zeitschrift für Geschichtsdidaktik, 4 / 2005
Eberhard Fromm : Rezension: Lothar Mertens. Rote Denkfabrik ? – Die Akademie für Gesellschaftswissenschaften beim ZK der SED. In: http// www.der-deutsche-intellektuelle.de/html/mertens. html
Günther Fuchs/Erwin Lewin/Elke Reuter/Stefan Weber 2000. Brüsseler Konferenz von 1935. Schuber mit CD, In: Reihe Geschichte des Kommunismus und Linkssozialismus, Bd. II.
Erich Hahn 2003: Positionen zum SED/SPD-Dialogpapier von 1987 – Nach-Lese in veröffentlichten und bisher unveröffentlichten Quellen. In. Hefte zur ddr-geschichte, 84, Berlin 2003
Arno Hecht 2006. Der Ostdeutsche – ein Fehlgriff der sozialen Evolution? oder Eine Gegenwart ohne Zukunft. In: edition wortmeldung, Bd. 3, Berlin 2006
Joachim Heise 1999: Das Institut für vergleichende Staat-Kirche-Forschung. In: Heiner Timmermann (Hg.): Die DDR – Politik und Ideologie als Instrument., Dokumente und Schriften der Europäischen Akademie Otzenhausen, Bd. 26, Berlin 1999.
Horst Helas/Reiner Zilkenat 2005. Bibliographie Rolf Richter (Auswahl), In: Antifaschismus als humanistisches Erbe in Europa. Festschrift zum 60.Geburtstag von Prof Dr. Rolf Richter, Herausgegeben von Roland Bach, Klaus Böttcher, Horst Helas, Peer Jürgens, Norbert Madloch, Jürgen Plagge-Vandelaar und Reiner Zilkenat.. Berlin 2005
Jürgen Hofmann / Annette Neumann (Hg.) 2003: Die Klasse in Aufruhr. Der 17.Juni 1953 in Berliner Betrieben. Dokumente, Berlin 2003
Jürgen Hofmann 2006: Anton Ackermann über den „besonderen deutschen Weg“. – In: Wege aus der Katastrophe. Debatten über ein Nachkriegsdeutschland und nationale Wege zum Sozialismus im europäischen Vergleich. Hg. v. Klaus Kinner. Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen, Leipzig 2006
Jürgen Hofmann 2007: Arbeitermilieu und Rechtsextremismus . Zur Genesis und Dimensionen eines historischen und aktuellen Problems. – In: Jahrbuch für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung 2007/I.
Jürgen Hofmann / Michael Schneider (Hg.) 2007: Arbeiterbewegung und Rechtsextremismus. Leipzig 200/, In: ITH.Berichte:41)
Horst Dähn/Joachim Heise 1996: Luther und die DDR. Der Reformator und das DDR-Fernsehen 1983 , Berlin 1996
Elke Reuter/Wladislaw Hedeler/Horst Helas/Klaus Kinner 2003: Luxemburg oder Stalin. – Schaltjahr 1928. In: Reihe Geschichte des Kommunismus und Linkssozialismus, Bd. IV, Berlin 2003
Klaus Kinner/Elke Reuter 2005. Der deutsche Kommunismus. Selbstverständnis und Realität, Bd. 2: Gegen Faschismus und Krieg (1933-1939). In: Reihe Geschichte des Kommunismus und Linkssozialismus. Bd. V.
Kleine Gärten 2007: Kleine Gärten einer großen Stadt. – Die Kleingartenbewegung Berlins in nationaler und internationaler Sicht. Herausgegeben vom Landesverband Berlin der Gartenfreunde e.V., Leiter de Autorenteams und hauptverantwortlich für die redaktionelle Bearbeitung:: Alfred Loesdau, Berlin 2007
Alfred Loesdau 1999: Zur Erforschung der USA-Historiographie nach dem II. Weltkrieg in der DDR. In: Rainer Schnoor (Hrsg.): Amerikanistik in der DDR: Geschichte-Analysen-Zeitzeugenberichte. In. Gesellschaft-Geschichte-Gegenwart. Schriftenreihe des „Gesellschaftswissenschaftlichen Forums e.V.“, Hg. vn Helmut Meier, Bd. 19, Berlin 1999
Alfred Loesdau 2001: Zur Historiographie in den USA nach 1945. In: Alfred Loesdau/Helmut Meier (Hg.): Zur Geschichte der Historiographie nach 1945. Beiträge eines Kolloquiums zur 75. Geburtstag von Gerhard Lozek. In: Gesellschaft-Geschichte-Gegenwart. Schriftenreihe des „Gesellschaftswissenschaftlichen Forums e.V.“ , Hg. Von Helmut Meier, Bd. 26, Berlin 2001.
Alfred Loesdau 2008: Die Sozialwissenschaften in den USA zwischen Nonkonformismus und regierungspolitischem Engagement. Zum Verhalten US-amerikanischer Gesellschaftswissenschaftler unter den Bedingungen globaler Konflikte an der Wende zum 21. Jahrhundert. In Gesellschaftswissenschaftliches Forum. Interdisziplinäre Online-Zeitschrift, Ausgabe 2008, Folge II vom Mai 2008, www.gewiforum.de.
Gerhard Lozek (Hg.) 1998: Geschichtsschreibung im 20. Jahrhundert - Neuzeithistoriographie und Geschichtsdenken im westlichen Europa und in den USA. Berlin 1998.
Gerhard Lozek 1997. Totalitarismus – (k)ein Thema für Linke? In: Pankower Vorträge, Heft 1, Berlin 1997
Gerhard Lozek 2001: Zu Erfahrungen der DDR-Geschichtswissenschaft bei der Analyse und Kritik der nichtmarxistischen Historiographie. In: Alfred Loesdau/Helmut Meier (Hg.) Zur Geschichte der Historiographie nach 1945. Beiträge eines Kolloquiums zum 75. Geburtstag von Gerhard Lozek. In: Gesellschaft- Geschichte-Gegenwart, Schriftenreihe des Gesellschaftswissenschaftlichen Forums e.V., Hg. v. Helmut Meier, Bd, 26, Berlin 2001
Helmut Meier Anliegen und Ergebnisse der Erbe- und Traditionsdebatte in der Geschichtswissenschaft der DDR. In: Vom Beitritt zur Vereinigung. Schwierigkeiten beim Umgang mit deutsch-deutscher Geschichte.- Akademische Tage des Luisenstädtischen Bildungsvereins e.V. vom 21. Bis 27. Oktober 1993. Protokoll, Hg. v. Eberhard Fromm und Hans-Jürgen Mende. Berlin (1993).
Helmut Meier 1996. Geschichtsbewusstsein und historische Identität in der DDR. Versuch einer kritischen Bilanz. In. Hefte zur ddr-geschichte 31, Berlin 1996
Helmut Meier 1999: Zu Formen des praktischen Umgangs mit Erbe und Traditionen in der DDR. In: Die DDR – Politik und Ideologie als Instrument, Hg. v. Heiner Timmermann. In: Dokumente und Schriften der Europäischen Akademie Otzenhausen. Bd. 86. Berlin 1999
Helmut Meier 2000: Der Kulturbund im politischen System der DDR in den siebziger Jahren. In: hefte zur ddr-geschichte, Heft 62, Berlin 2000
Helmut Meier 2007/I: Constantin Frantz (1817 bis 1891) – Verfechter von Antisemitismus in der deutschen Ideologiegeschichte. In: Rundbrief 1 – 2007, AG Rechtsextremismus und Antifaschismus beim Parteivorstand der Linkspartei/PDS, S. 52 – 58
Helmut Meier 2007/II: Constantin Frantz’ Schrift „Louis Napoleon“ im Vergleich mit dem Marxsschen „18. Brumaire“, In: Jahrbuch für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung, 2007 / III, S. 48 – 57
Detlef Eckert/Jürgen Hofmann/Helmut Meier 1992:Zwischen Anschluß und Ankunft.- Identitätskonflikte und Identitätssuche der Ostdeutschen auf dem Weg zum Bundesbürger. Hg. v. Brandenburger Verein für politische Bildung „Rosa Luxemburg e.V.“, Potsdam 1992
Jürgen Hofmann/Erhard Weckesser/Rüdiger Beetz 1994: Zwischen Anschluß und Ankunft II. - Beiträge zur einer ostdeutschen Zwischenbilanz. Materialien eines wissenschaftlichen Kolloquiums. Hg. Brandenburger Verein für politische Bildung „Rosa Luxemburg“, Potsdam 1994.
Helmut Meier/Erhard Weckesser 1996: Ost-Identität – konjunkturelle Erscheinung oder längerfristige Bewusstseinslage ? – Beiträge des dritten wissenschaftlichen Kolloquiums zum Thema „Zwischen Anschluß und Ankunft“ am 16.März 1996 in Potsdam. In: Gesellschaft- Geschichte-Gegenwart. Schriftenreihe des Gesellschaftswissenschaftlichen Forums e. V., Bd. 9, Berlin 1996
Lothar Mertens 2004: Rote Denkfabrik? – Die Akademie für Gesellschaftswissenschaften beim ZK der SED. Münster 2004
Harald Neubert 1994: Zum gemeinsamen Ideologie-Papier von SED und SPD. In: hefte zur ddr-geschichte 18, Berlin 1994
Projektgruppe „Identitätswandel“ 1992: Kurzstudie: Identitätskonflikte, Reaktionen und Neuorientierungen in der ostdeutschen Bevölkerung beim Übergang in die Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland (Forschungsbericht), Autoren: Detlef Eckert, Gerhard Fischer, Jürgen Hofmann (Leiter), Helmut Meier, Erhard Weckesser, Wissenschaftliche Mitarbeit: Bode Reblin. - KSPW-Projektnummer: AG 5/38. - Berlin, Oktober 1992
Rolf Richter 1989: Aus der Rede von Prof. Dr. Rolf Richter, Akademie für Gesellschaftswissenschaften, auf der Kundgebung Berliner SED-Mitglleder am 9. November 1989- In: Der Schwere Weg der Erneuerung. Von der SED zur PDS. Eine Dokumentation zusammengestellt und herausgegeben von Manfred Behrend und Helmut Meier. Berlin 1991
Rolf Richter 1990: Antifaschismus vor neuen Anfängen. In: Beiträge zur Geschichte der Arbeiterbewegung Heft 6/1990
Rolf Richter 1996: Über Uneingelöstes im Antifaschismus der deutschen kommunistischen Bewegung. In: Gibt es erledigte Frage an die Geschichte? Beiträge auf dem Wissenschaftlichen Kolloquium zu Ehren des 65. Geburtstages von Prof. Dr. habil., Dr. h.c. Walter Schmidt, Schriftenreihe Gesellschaft-Geschichte-Gegenwart, Bd. 5
Rolf Richter 1999: Aus dem Leben der russischen orthodoxen Kirche in Berlin. Berlin 1999
Stifterverband für die deutsche Wissenschaft (Hg.) 2002: 10 Jahre danach. Zur Entwicklung der Hochschulen und Forschungseinrichtungen in den neuen Ländern und Berlin. Dokumentation des gemeinsamen Symposions von Wissenschaftsrat, Stifterverband und Volkswagenstiftung am 8. und 9. Februar 2002 im Berliner Rathaus. Essen 2002
Weißbuch 2 1993 . Gesellschaft zum Schutz von Bürgerrecht und Menschenwürde e. V.: Unfrieden in Deutschland. Weißbuch 2, Wissenschaft und Kultur im Beitrittsgebiet. Herausgeber Wolfgang Richter, Berlin 1993
Michael Wolfsohn 1994: Doppelte Vergangenheitsbewältigung. In: Klaus Sühl (Hg.): Vergangenheitsbewältigung 1945 – 1989. Ein unmöglicher Vergleich ? Berlin 1994
Reiner Zilkenat 2007: Auswahlbibliographie Dr. Horst Helas. In: Antisemitismus und Demokratiefeindschaft in Deutschland im 20.Jahrhundert. Festschrift zum 60. Geburtstag von Dr. Horst Helas. Herausgeber: Arbeitsgemeinschaft Rechtsextremismus/Antifaschismus beim Parteivorstand der Linkspartei/PDS. Berlin 2007